Hygiene

Die hygienischen Bedingungen in den von uns betreuten Hospitälern in Ghana bedürfen in vielen Bereichen noch einer Verbesserung. Grundsätzlich besteht aber insbesondere unter den Ärzten und dem Pflegepersonal ein Bewusstsein über die Wichtigkeit der Händehygiene zur Vermeidung von Keimübertragungen und zum Schutz vor Infektionen.

Die praktische Umsetzung selbst einfacher Basishygienemaßnahmen stellt aber, sicherlich auch auf Grund der anhaltenden angespannten finanziellen Situation der ghanaischen Krankenhäuser, weiterhin eine große Herausforderung dar. Unser Verein unterstützt die von uns betreuten Krankenhäuser aktuell mit dem Projekt „Installation von Händedesinfektionsspendern“. Ziel dieses Projektes ist es, zunächst die materielle Basis für eine bessere hygienische Versorgung von Patienten und Personal zu schaffen. Natürlich geht die Anschaffung und Instillation der Händedesinfektionsspender Hand in Hand mit Schulungen des Personals im Umgang und der Benutzung der Geräte. Denn nur so kann der langfristige Nutzen dieses Projektes gewährleistet werden. Näheres hierzu finden Sie unter unserem Projektpunkt „Nachhaltigkeit und Weiterbildung“.

Das erste Krankenhaus, das von unserem Verein mit Händedesinfektionsspendern ausgestattet wurde, war das Margret Marquart Catholic Hospital Kpando. Hier wurden im Mai 2015 dreißig Spender installiert. 2017 folgte dann die Ausstattung des Catholic Hospital Battor mit weiteren 30 Spendern. Im Folgenden möchten wir Ihnen dieses Projekt näher vorstellen:

Projekt Handhygiene im Catholic Hospital Battor

Im Catholic Hospital Battor gab es bis vor Kurzem keine Möglichkeit der Händedesinfektion. Selbst Handwaschgelegenheiten existieren in den großen Krankenzimmern, die sich bis zu 10 Patienten teilen, nicht. Waschbecken befinden sich jeweils nur in den Pflegestützpunkten und dem zentralen Patientenwaschraum. Lange Wege bis zum nächsten Handwaschbecken behindern ein hygienisches Arbeiten. Seife ist selten vorhanden. Einmalhandschuhe sind in ausreichender Menge verfügbar, jedoch in so schlechter Qualität, dass häufig Risse bei der Nutzung entstehen und somit kaum Schutz bei der Arbeit am Patienten besteht.

Zur Verbesserung der lokalen Bedingungen hat unser Verein Anfang 2017 dreißig Desinfektionsmittelspender zur Wandbefestigung im Battor Hospital installiert und mit entsprechender Lösung bestückt. Die Verteilung der Spender erfolgte vorrangig auf der Männerstation, Frauenstation, Kinderstation, Entbindungsstation sowie im OP Bereich und den Ambulanzen. Dabei wurde das Personal intensiv mit eingebunden und somit das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Händehygiene gestärkt.

Da geeignete Nachfülllösungen für die Händedesinfektionsspender in Ghana extrem teuer oder nicht verfügbar sind und somit für das Hospital nicht erreichbar, entstand die Idee eine geeignete Lösung aus wenigen, vor Ort erhältlichen Substanzen selbst herzustellen. Im Oktober 2017 starteten wir die erstmalige lokale Produktion des Desinfektionsmittels nach WHO Standard im Hospital Battor. Die benötigten Inhaltsstoffe sowie das entsprechende Equipment können auf den lokalen Märkten erworben werden. Ein Lager dient zunächst provisorisch als Produktionsraum.

Die fertige Lösung wird gelagert und die Desinfektionsmittelspender nach Bedarf durch das Team vor Ort aufgefüllt. Unser Verein wird die Finanzierung dieser Ersatzlösung zunächst für ein Jahr übernehmen.

Um das Projekt weiterhin erfolgreich fortzuführen bleibt der Verein eng mit dem Team vor Ort in Kontakt.

 

 

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