Nachhaltigkeit + Weiterbildung

Neben den urologischen Operationen ist ein weiterer Schwerpunkt unseres Vereins, die medizinische Versorgung in Ghana nachhaltig zu verbessern. Dies lässt sich neben Schulungen und Ausbildung des medizinischen Personals vor Ort auch durch eine langfristig angelegte Projektplanung erreichen. Ziel ist es, dass die von uns eingeleiteten Projekte auf lange Sicht durch unsere ghanaischen Kollegen weiter betreut werden können. Natürlich steht der Verein den Krankenhäusern in Kooperation dabei jederzeit zur Seite.

Hygiene

Bezogen auf unser Hygieneprogramm reicht es also nicht, „einfach nur“ Händedesinfektionsspender zu installieren. Es muss auch sichergestellt sein, dass nach Aufbrauchen der von uns mitgebrachten Desinfektionsmittel geeignete Nachfülllösungen für die Händedesinfektionsspender zur Verfügung stehen. Diese sind in Ghana extrem teuer oder nicht verfügbar und können somit von den Krankenhäusern nicht bereitgestellt werden. Es entstand daher die Idee, eine geeignete Lösung aus wenigen, vor Ort erhältlichen Substanzen selbst herzustellen. Die benötigten Inhaltsstoffe sowie das entsprechende Equipment können auf den lokalen Märkten erworben werden.

Vor Ort müssen dann der entsprechende Apotheker sowie ein Hygienepfleger des Krankenhauses angeleitet werden, die Anteile der einzelnen Substanzen zu berechnen und die Lösung eigenständig herzustellen. In Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort konnte bereits erfolgreich eine Bezugsquelle für den Hauptbestandteil Alkohol ausfindig gemacht werden. Die Firma importiert den Alkohol nicht wie üblich aus anderen Ländern, sondern produziert diesen lokal aus einheimischen, sehr stärkehaltigen Maniokwurzeln.

Weitere Informationen zu unserem Hygienprojekt finden Sie unter: Unsere Projekte – Verbesserung der Bedingungen vor Ort – Hygiene

Schulungen und Weiterbildung

Die alleinige Operation eines Patienten reicht, wie auch in Deutschland, nicht aus, um diesen optimal versorgen zu können. Eine sehr wichtige Rolle spielt ebenfalls die Betreuung der Patienten vor und nach der Operation, welche durch einen großen Teil durch Ärzte und Schwestern aus dem entsprechenden Krankenhaus erfolgt. Besonders nach Abreise unserer Teams muss die Versorgung der teils noch frisch operierten Patienten gewährleistet sein. Dies lässt sich nur durch entsprechende Schulungen und Weiterbildungen unserer ghanaischen ärztlichen Kollegen und des Pflegeteams erreichen.  Hierfür sind in jedem Einsatz mindestens zwei Fortbildungen vorgesehen, in denen unser Einsatzteam unter Verwendung von entsprechendem englischem Schulungsmaterial die vorhandenen Kenntnisse des Personals vor Ort immer wieder auffrischt.

Auch im Rahmen unserer Hygiene-Projekte spielen Weiterbildungen eine große Rolle. Gerade in der Anfangsphase nach Installation der Händedesinfektionsspender ist es wichtig, immer wieder das Bewusstsein bei den ghanaischen Kollegen, aber auch bei den Patienten zu schärfen, diese regelmäßig und richtig zu nutzen.

So wurden unter anderem Schulungen des Personals zur korrekten Nutzung des Desinfektionsmittels durchgeführt. Mittels einer mitgebrachten UV-Lichtbox, welche Benetzungslücken der Hände nach Nutzung einer Testlösung sichtbar mache, konnte die Einreibetechnik sehr wirkungsvoll praktisch geübt werden.

Selbst gestaltete, bebilderte Anleitungen zur Händedesinfektion wurden gut sichtbar ausgehängt. Damit sollen auch Patienten und Angehörige in die Hygienemaßnahmen eingebunden werden.

Für jedes Krankenhaus soll ein Pfleger mit Hygienekenntnissen (durch die Ausbildung als IPC Fachkraft: Infection prevention and control Programm) als Hauptverantwortlicher vor Ort gewonnen werden. Dieser kümmert sich dann um die Pflege der Spender sowie regelmäßige Hygieneschulungen und ist Ansprechpartnern für unseren Verein. Dies wurde sowohl in Kpando als auch in Battor schon erfolgreich umgesetzt. Es gilt nun, unser Projekt der Instillation von Händedesinfektionsspendern auch in den anderen vier Krankenhäusern umzusetzen.

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